Theaterpädagogin (seit 1996) , Lehrerin und Regisseurin. Studium der Romanistik und Anglistik.
Seit 2003 Lektorin für transkulturelle Theaterarbeit am Institut für Internationale Entwicklung und Afrikanistik, Universität Wien.
Gründerin des Theaters der Unterdrückten – Wien (www.tdu-wien.at) Mitglied der Kerngruppe der ITO (International Theatre of the Oppressed Organisation)
Vorstandsmitglied der ARGE-Forumtheater Österreich
Freiberufliche Tätigkeiten: Begleitung, Umsetzung und Evaluation theaterpädagogischer Projekte. Lehrgangsleiterin. Themenschwerpukte: transkulturelles Arbeiten, Gendersensibilität, internationale Vernetzung Forum/Theaterprojekte u.a. für * Amnesty International – Wien, * den ehemaligen Wiener Integrationsfonds, * Stadt Wien, * Keine_Uni (Projekt Wiener Freie Universität), * Lateinamerika Institut * Peace Studies, Universität Innsbruck * Universidad de los Andes, Merida, Venezuela Aufführungen im Theater des Augenblicks, AkzentTheater, dietheater Künstlerhaus, Theater Pygmalion und im öffentlichen Raum Lehrveranstaltungen
Aktuell: WS 2008-2009 LV Transkulturelle Theaterarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, einmal mit Afrikaschwerpunkt, einmal mit Frauenschwerpunkt Inhalte: Die beiden Lehrveranstaltungen werden in Kooperation mit einer Flüchtlingsberatungsorganisation bzw. einer Interessensvertretungsvereinigung von MigrantInnen durchgeführt. TeilnehmerInnen sind Studierende der Universität Wien (vorrangig der Internationalen Entwicklung) und aus unterschiedlichen Gründen in Österreich lebende Gäste aus verschiedenen Herkunftsländern, die von der Leitung eingeladen werden. Reflektiertes Erleben transkultureller Begegnung und interkultureller Kommunikation mittels angewandter Methoden des brasilianischen Theatermachers und freireanischen Pädagogen Augusto Boal. Anhand praktischer Erfahrungen werden die eigenen kulturellen Prägungen kritisch untersucht und als Grundlagen für polykulturelle und soziale Kompetenzen ins Bewusstsein geführt. Die Themen Xenophobie, Rassismus und Gender werden in der Literatur vorbehandelt und sind für die praktischen Arbeit von intrinsischer Relevanz. Ethische Grundlagen der Theaterarbeit nach Augusto Boal, die in vielfältigen Bereichen der Entwicklungs- und Bildungsarbeit weltweit eingesetzt wird, werden thematisiert. Methoden: Die AG ist praxisorientiert mit theoretischer Einführung und Reflexion. Die Übung ist als Experimentierraum von transkultureller Begegnung zu betrachten. Anwesenheitspflicht und Offenheit für aktive Beteiligung an kreativen Prozessen sowie das Verfassen von Protokollen und einem wissenschaftlichen Tagebuch sind grundlegend. Ziele: Den Studierenden soll vermittelt werden: -praktische Erfahrung und Erweiterung der eigenen polykulturellen Kompetenz und Befähigung zu interkultureller Kommunikation und deren Reflexion -persönlicher Kontakt zu MigrantInnen in einem geschützen Raum, gemeinsames Experimentieren und Erschaffen von neuen Perspektiven -Anwendungsmöglichkeit von Methoden der qualitativen Feldforschung (teilnehmende Beobachtung) -Die Erforschung der kulturell bedingten Konstruktionen von Sehen und dem Gesehenwerden, von Menschen und ihren Darstellungen, in der Dynamik und Logik des Theaters der Unterdrückten -die Erfahrung von Transkulturalität aus einer anderen, ungewöhnlichen Perspektive
Sowie Seminarleitung im Rahmen des Master of Arts Lateinamerikastudienlehrgang, Universität Wien und im Rahmen der Peace Studies, Universtität Innsbruck.
Dissertation in Arbeit (Theaterwissenschaft: Arbeitstitel: Transkulturelle Theaterarbeit mit Schwerpunkt auf den Methoden Augusto Boals) bei Prof. Brigitte Marschall (Theaterwissenschaften)
Publikationen Fritz, Birgit, (2006): Stadtteilarbeit: Eine Geschichte über beharrliches Scheitern und konsequentes Lernen, in: Odierna, Letsch (Hg.) Theater macht Politik, AG Spak, Gauting, 2006, S.87 – 97. Fritz, Birgit (2006): Stärkung der Lernautonomie in der Berufsreifeprüfung, in: Bisovsky u.a. (Hg.) Vernetztes Lernen in einer digitalisierten Welt, Edition Volkshochschule, Wien,S.175 – 191. Fritz, Birgit, (2006): Intercultural Communication and Innovative Forms of Conflict Resolutions, in: Diálogo, Austria- Latin America No. 25, Austrian Latin America Institute, S. 63 – 64. Fritz, Birgit (2006): Transkulturelle Theaterarbeit am Institut für Afrikanistik, Universität Wien und daraus resultierende Projekte: das Twin Vision Theatre Project in: TRANS, Internetzeitschrift für Kulturwissenschaften, Nr.16, Mai 2006 Fritz, Birgit (2007): Theater mit Hirn und Herz, in Progress, Magazin der österreichischen HochschülerInnenschaft, 2/07 Fritz, Birgit (2007): Eine Probe für die Revolution, in Malmö, Nr. 36, 2007 Fritz, Birgit (2007): Mukthadara II, Ein Theaterfestival im Zeichen des Kampfes gegen Globalisierung, in Frauensolidarität, Nr. 99, 1/07 Fritz, Birgit (2008): Spielen um zu verändern, in Talk Together, Zeitung von und für MigrantInnen und Nicht-MigrantInnen, Nr. 25, 2008 Fritz, Birgit (2008): ilgili her ?ey: hayal etmek görmek anlamaina gelir, in: tiatroyla (türkisch) Fritz, Birgit (2008): Theater und Justiz, in Südwind, Nr. 5, Mai 2008
Als Mitherausgeberin: Central Asian Theatre of the Oppressed Project Reader, Kyrgyzstan 2007 – 2008, Art in Progress, Bishkek, 2008 (russisch) Zur Publikation abgeben: Konferenz Tiflis Jura Soyfer Gesellschaft, Juni 2008 Vorträge: Von Vineta zu Metaxis: Jura Soyfer, Augusto Boal, Alltag und Theater Filmpräsentation: Theater als Waffe in den Händen einer soziokulturellen Bewegung,
Vortrag im Afro-asiatischen Institut Graz, März 07 Konferenz KCTOS, Dezember 2007: Auf der Suche nach der totalen Revolution Konferenz Kyrgyzstan 2007: Theater als Transformation Projektleitung DVD: Augusto Boal’s Running Straight into the Knife performed by Ensemble Twin Vision Group Produktion von Augusto Boals ‘Mit der Faust ins offene Messer’ mit Studierenden und Gästen, im Theater des Augenblicks, April und Mai 2006 (multimediale Inszenierung, DVD) Veranstaltungen Das Boal Labor.
Seit November 2006 monatliches offenes Training und Experimentierfeld zu den Methoden Augusto Boals. Tagungen, Festivals, Workshops Real 2006, Europe – Latin America Relations, April 2006, Vienna, Diplomatische Akademie Wien Theatre of the Oppressed Festival and Convention (Muktadhara II), October 2006, Kolkata 2007: Koordination und Organisation einer dreitägigen Konferenz mit dem Thema :Youth and Society in Asia: Creative Paths of Democratization and Development mit TeilnehmerInnen aus Kyrgyzstan, Kasachstan, Tadjikistan, Pakistan, Indien, Frankreich, der Türkei und Österreich. 2007: Teilnahme an der Konferenz Encuentro de Arte y Paz, in Gernika, Baskenland, organisiert von Gernika Gogoratuz, dem baskischen Friedensforschungszentrum. Vortrag und Workshop, gemeinsam mit Iwan Brioc, Wales und Chen Alon, Israel. Mai 2008: Inszenierung für die lange Nacht der Kirchen, Thema:Frauenkirche Juni 2008: Projekt: Labyrinth der getanen Arbeit, mit iwan Brioc, Workshop und Inszenierung, Juni 2008 www.haderlap.at April 2008: Organisation von Augusto Boals Besuch in Wien in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Justiz Dezember 08: Living Theatre Köln, Workshop und Performance, Wien, WUK April 2009: Workshop ‘Psychologisches Forumtheater’ mit Hector Aristizabal (Kolumbien), in Wien, im Theater des Augenblicks Mitorganisatorin des WeltForumTheaterFestivals in Österreich, Graz im Oktober 2009. Mitgliedschaften und Funktionen TdU-Wien, Obfrau und Gründerin (2002) ARGE Forumtheater Österreich, Schriftführerin WUK, ttp (tanztheaterperformance): aktive Gruppe im Bereich IG-Freie Theater, Mitglied Mitglied von In_Facct (International Network for Awareness, Creative Citizenship and Transformation) Auslandsaufenthalte und internationale Workshops (Auszug) Kyrgyzstan, Mai 2006, Projektmitarbeit: Theater der Unterdrückten – Methodentraining (new forms of conflict resolution), Genderbeauftragte im Projekt Kyrgyzstan, August/September 2007, Konferenzbeauftragte gemeinsam mit Julian Boal, Sanjoy Ganguly, Jale Karabekir und Matthias Thonhauser Indien: Muktadhara II Festival 2006, Festivalteilnahme und Auftritt mit Studierenden und Gästen zum Thema Frau in der Gesellschaft und familiäre Gewalt Georgien: Juni 2008, Jury Soyfer Symposion Tiflis Berlin: August 2008, Universität Potsdam Venezuela: April 2009 Primer Encuentro de Arte, Paz y Sustentabilidad, Venezuela, Merida, Universidad de los Andes Einladung von Augusto Boal zur JokerInnenkonferez nach Rio de Janeiro im Juli 2009. April 2009
DIE ENTSTEHUNG DER AFRO-BRASILIANISCHEN KULTUR UND IHRE WIDERSPIEGELUNGEN AUF DER GANZEN WELT
Der Verein Abrasa freut sich, bereits zum zweiten Mal den Event Áustria – Brasil em Movimento durchzuführen und damit ein Stück afro-brasilianischer Kultur nach Wien zu bringen.
Der Event findet vom 27. bis 31. Mai 2009 unter dem Titel „Die Entstehung der afro-brasilianischen Kultur und ihre Widerspiegelungen auf der ganzen Welt“ statt.
Für diesen Anlass konnten viele ausgezeichnete Fachpersonen gewonnen werden, die alle auf die afro-brasilianische Kultur spezialisiert sind. Diese sollen hier kurz vorgestellt werden:
Rita RodriguesTheaterwissenschaftlerin und Choreographin (Salvador, Bahia) Norma Suely Tänzerin, Choreographin und Tanzlehrerin (Salvador, Bahia. FUNCEB Fundação Cultural do Estado do Bahia) Antônio Godi Anthropologe, Schauspieler (Salvador, Bahia) Cobra Mansa Capoeirista Angola, Gründer und Präsident der FICA Fundação International de Capoeira Angola (Salvador und Washington) Babalawo GilmarBabalawo (Sao Paulo) José Capinan Musiker, Präsident von AMAFRO Associacao de Amigos da Cultura Afro-Brasileira (Salvador, Bahia) Carlos Ventura Musiker, Präsident von UNIALF Uniao dos Artistas do Lauro de Freitas in Bahia (Salvador, Bahia) Marcos SantanaMusiker und Musiklehrer (London, Project Tribo)
Sie alle werden die afro-brasilianische Kultur von verschiedenen Seiten beleuchten und näher bringen; zum Einen im Forum anhand wissenschaftlicher Vorträge mit Podiumsdiskussionen und zum Andern im Atelier der Künste und Performances, das eine reiche Auswahl an Workshops bietet. Dabei ist es das Ziel von Abrasa, dass sich die akademische und die künstlerische Welt zu einem Ganzen verbinden, sich gegenseitig ergänzen und befruchten.
Im Forum liegt ein besonderes Augenmerk auf der Geschichte der afro-brasilianischen Kultur von ihrer Entstehung bis heute. Wichtige Themen sind dabei Religion, Politik, sozialer Kontext, Volksfeste und schließlich Künste wie Tanz, Musik, Capoeira und Theater. Auch wird darauf eingegangen, wie sich die afro-brasilianische Kultur weit über die brasilianische Landesgrenze hinaus verbreitet hat und sich in der ganzen Welt widerspiegelt. Das Forum findet an drei Tagen im Europasaal des Instituts für Lateinamerikanische Studien statt.
Das Atelier der Künste und Performances lädt mit vielen fundierten Workshops dazu ein, die afro-brasilianischen Künste Tanz, Capoeira Angola, Perkussion und Theater selbst zu erleben und damit auch einen praktischen Bezug zu dieser Kultur zu bekommen. Die Workshops finden im Wiener WUK und auf dem Wiener Badeschiff statt.
Ein ganz besonderes Ereignis innerhalb von Áustria – Brasil em Movimento 2009 ist die Welt-Première des brasilianischen Filmes Jardim das Folhas Sagradas, der in Anwesenheit des Regisseurs Pola Ribeiro und des Hauptdarstellers Antônio Godi gezeigt wird.
Am letzten Tag runden der Umzug mit typisch brasilianischen Kostümen und mehreren Percussionsbands durch die Innenstadt und das anschließende Fest im brasilianischenStil mit Live-Musik und verschiedenen Aufführungen auf dem Wiener Badeschiff den Event ab.
09.00 – 11.00 Capoeira Angola Anfänger mit Cobra Mansa
10.00 – 11.30 Percussion Fortgeschrittene mit Marcos Santana
11.30 – 13.00 Afrobrasilianische Tanztechnik neu gestaltet mit Norma Suely
13.30 – 15.30 Capoeira Angola Fortgeschrittene mit Cobra Mansa
15.30 – 17.00 UMZUG
ab 20.00 FESTA BRASILEIRA
Veranstaltungsorte:
Forum: Europasaal des Österreichischen Lateinamerika-Instituts, Türkenstraße 25, 1090 Wien www.lai.at
Atelier: WUK Kulturzentrum, Währinger Straße 59, 1090 Wien www.wuk.at
Kunstausstellung: Grätzelzentrum, Max Winter Platz, 1020 Wien
Anmeldung für Forum und Workshops:
Wegen begrenzter Platzzahl sowie für bessere Übersicht für Abrasa ersuchen wir um eine Anmeldung mit Namen und E-Mail. Die Anmeldung kann unter anettenuescheler@internationalabrasa.net durchgeführt werden.
Der Schwerpunkt des diesjährigen Forums liegt auf der Geschichte der afro-brasilianischen Kultur, von ihrer Entstehung bis heute.
Wichtige Themen sind dabei Religion, Politik, sozialer Kontext, Volksfeste und schließlich Künste wie Tanz, Musik, Capoeira und Theater. Auch wird darauf eingegangen, wie sich die afro-brasilianische Kultur in verschiedenen Teilen der Welt widerspiegelt.
Im Anschluss an die Vorträge finden jeweils Podiumsdiskussionen statt, wo das Publikum eingeladen ist, sich aktiv zu beteiligen.
Programm
Mittwoch 27. Mai 2009
09.30 – 11.00 Die menschliche Evolution und ihre Entfaltungsrichtungen
Antônio Godi, Babalawo Gilmar
11.15- 12.30 Die afro-brasilianische Kultur und ihre Vielfalt
Antônio Godi, Babalawo Gilmar
Donnerstag 28. Mai 2009
08.30 – 10.00 Ausdrucksfreiheit und künstlerische Performanz im brasilianischen Kontext José Capinan, Antônio Godi
10.15 – 12.00 Widerstand der Schwarzen und Politik
José Capinan, Antônio Godi
Freitag 29. Mai 2009
08.30 – 10.00 Die afro-brasilianische Kultur in der Kunst
Norma Suely, Rita Rodrigues, Cobra Mansa, Marcos Santana, José Capinan, Babalawo Gilmar,
Antônio Godi, Birgit Fritz
Das Forum findet im Europasaal des Österreichischen Lateinamerika-Instituts, Türkenstraße 25, 1090 Wien statt. http://www.lai.at
Anmeldung:
Wegen begrenzter Platzzahl sowie besserer Übersicht für Abrasa ersuchen wir um eine Anmeldung mit Namen und E-Mail. Die Anmeldung kann unter anettenuescheler@internationalabrasa.net durchgeführt werden.
Samba Traditional mit Jefferson Ramos
Der Samba ist durch die afrikanischen Sklaven in Brasilien entstanden, die ihn als Möglichkeit nutzten, sich gemeinsam auszudrücken und ihre eigene Kultur in der neuen Umgebung zu erhalten.
Dieser Workshop vermittelt den authentischen Samba mit seinen ursprünglichen Grundelementen: Musik, Rhythmus und Tanz. Mit Live Percussion. Wann: 27. – 29. Mai 2009 Mittwoch, Donnerstag, Freitag 10:30 – 12:00 Wo: WUK Kulturzentrum Preis: Euro 45.00
Körper und Kultur im afro-baianischen Tanz mit Rita Rodrigues
Dieser Workshop führt in die rituellen Tänze des Candomblés, wie sie heute in Bahia lebendig sind. Im Mittelpunkt steht der Tanz für die Gottheit “Iansã”, wie er in dem Mythos der westafrikanischen Ethnie Yorubá überliefert wird. Iansã repräsentiert das Element Feuer und bringt somit anregende und feurige Tanzbewegungen mit sich. Mit Live Percussion. Wann: 27. – 29. Mai 2009 Mittwoch, Donnerstag, Freitag 12:30 – 14:00 Wo: WUK Kulturzentrum Preis: Euro 45.00
Afro-brasilianische Tanztechnik neu gestaltet mit Norma Suely
Im Zentrum dieses Workshops stehen die Tänze afrikanischen Ursprungs, die heute in verschiedenen Volksmanifestationen von Brasilien zu finden sind.
Der Workshop bietet zudem die Möglichkeit, durch verschiedene Tanztechniken den Körper vorzubereiten und die szenische Präsenz zu entwickeln. Gleichzeitig werden Energie, Freude, Ausdruckskraft und das einzigartige Axé von Bahia geweckt. Mit Live Percussion. Wann: 28. – 30. Mai 2009 Donnerstag, Freitag 14.30 – 16.00, Samstag 11.30 – 13.00 Wo: WUK Kulturzentrum Preis: Euro 45.00
Capoeira Angola mit Mestre Cobra Mansa
Die Grundbewegungen der Capoeira Angola wurden von Sklaven aus der Bantu-Region, Westafrika nach Brasilien gebracht. Dort entwickelte sich Capoeira zu einem Instrument für Widerstand und zur Erhaltung der afrikanischen Kultur.
Dieser Workshop bezieht alle ursprünglichen Elemente mit ein: Tanz, Akrobatik, Kampf, Musik, Gesang, Geschichte und Philosophie. Wann: Anfänger: 27./28./30. Mai 2009 Mittwoch 14.15 – 16.15, Donnerstag 08.00 – 10.00, Samstag 09.00 – 11.00 Fortgeschrittene: 28. – 30. Mai 2009 Donnerstag, Freitag 20.00 – 22.00, Samstag 13:30 – 15:30 Wo: WUK Kulturzentrum Preis: Euro 60.00
Percussion mit Marcos Santana
Jeder Rhythmus hat seine eigene Geschichte, seine eigene Persönlichkeit und seinen eigenen Klang.
Dieser Workshop vermittelt sowohl Theorie wie auch Praxis und führt in die Welt der afro-brasilianischen Rhythmen, wie sie heute im Karneval von Bahia gespielt werden. Zudem wird darauf eingegangen, welche Rolle die Musik in der Religion spielt und wie Rhythmen aus anderen Regionen die Musik von Bahia beeinflussen.
Der Percussion-Workshop ist gleichzeitig eine Vorbereitung auf den Abrasa-Umzug am 30. Mai 2009. Wann: Anfänger: 27. – 29. Mai 2009 Mittwoch, Donnerstag, Freitag 15.00 – 16.30 Fortgeschrittene: 28. – 30. Mai 2009 Donnerstag, Freitag 17.00 – 18.30, Samstag 10.00 – 11.30 Wo: Wiener Badeschiff Preis: Euro 45.00
Theater der Unterdrückten mit Birgit Fritz
Von Augusto Boal in Brasilien entwickelt hat sich das Theater der Unterdrückten mittlerweile auf über 70 Länder ausgebreitet, darunter auch Österreich.
In diesem Workshop wird das Thema „Ausgrenzung als Unterdrückung” der afro-brasilianischen Bevölkerung in Vergangenheit und Gegenwart reflektiert. Unter Einbezug verschiedener Unterdrückungs-Themen wird mit Spielen und Übungen sowie dem Forumtheater in der Gruppe gearbeitet und ein interkultureller Dialog hergestellt, der zu neuen Ideen und alternativen Strategien anregt. Wann: 27. – 29. Mai 2009Mittwoch, Donnerstag, Freitag 16.30 – 19.30 Wo: WUK Kulturzentrum Preis: Euro 60.00
2008Barkati Dance Company – Parcours
2005-2008Tumbao dancers – Pop Latin Dance (Vienna)
2006Ego – Contemporary Dance (Vienna)
2005 Folklore Festival in France “Mont Guyon” (France)
2003-2005Cia Comicos Diletantes – Theater (Brazil)
2002-2003 Cia Pro Paz – Contemporary Dance (Brazil)
2000-2005Solo Corpo Sutil (Brazil)
2000-2002 Cia Trafego – Modern Dance (Brazil)
1999-2004Cia Arte em Cena – Dance and Theatre (Brazil)
1999-2000Cia Cama de Gato – Contemporary Dance (Brazil)
Education
2005 Ufba University of Dance, Salvador-Bahia
2002-2003 FUNCEB Statual Dance School of Salvador-Bahia Subject: Choreographer
1998-2008 FUNCEB Statual Dance School of Salvador-Bahia Subject: Ballet, Modern, Folklore, Theory, etc.
Teaching Skills
In Modern Dance, Brazilian, Traditional and Contemporary Dance
Samba ist das Zusammenspiel von Musik, Rhythmus und Tanz. Er wurde in Brasilien von schwarzen Sklaven erschaffen, die aus Afrika auf die Plantagen gebracht worden waren. Für sie war er eine Möglichkeit, zu entspannen und ihre eigene Kultur im Kontext ihrer neuen Umgebung zu erhalten. Für lange Zeit war er verboten, aber weil der Samba-Rhythmus so ansteckend ist, verbreitete sich Samba um die ganze Welt.
In meinem Unterricht ist es mein Ziel den authentischen Samba zu vermitteln: Musik, Rhythmus und Tanz.
Es ist uns eine grosse Freude und Ehre, im Rahmen von AusBraMov2009 den Dokumentarfilm über die Entstehung des Filmes “Jardim das Folhas Sagradas” zu präsentieren.
Die Präsentation findet in Anwesenheit des Regisseurs Pola Ribeiro und des Schauspielers Antônio Godi statt.
Jardim das Folhas Sagradas erzählt die Geschichte von Bonfim, einem Afrobrasilianer aus Bahia, dessen Leben sich durch die Offenbarung, dass er einen Candomblé-Terreiro gründen soll, von Grund auf ändert.
Da verfügbares Grundstück immer seltener wird, sucht Bonfim schließlich in der verarmten und entwürdigten Peripherie der Stadt Salvador einen Ort für seinen Terreiro.
Doch Bonfim hat sich bereits von der Tradition entfernt und stellt Fundamente des Candomblés wie das Opfern von Tieren in Frage. So kommt es, dass er einen modernisierten und von der Tradition entfremdeten Terreiro gründet, was schwerwiegende Konsequenzen nach sich zieht.
In einer Zeit, in der das Städtewachstum rasch fortschreitet und sich die Städte durch die Slumbildung immer mehr in unbewohnbare Orte verwandeln, hat der Candomblé, Religion der Vorfahren, die von den schwarzen Sklaven aus Afrika mitgebracht wurde, ein großes Lehrstück zum Umgang mit der Natur und ihrer Erhaltung zu bieten. Bonfim selber sowie der ganzen Stadt Salvador.
Jardim das Folhas Sagradas conta a história de Bonfim, negro baiano que tem sua vida virada pelo avesso com a revelação de que precisa abrir um terreiro de candomblé. Com os espaços disponíveis cada vez mais raros, ele acaba procurando um lugar na periferia empobrecida e degradada. Afastado da tradição e questionando fundamentos como o sacrifício de animais, Bonfim cria um terreiro modernizado e descaracterizado, o que lhe trará graves conseqüências.
Numa época em que o crescimento urbano acelerado e a favelização transformam as cidades em espaços cada vez menos habitáveis, o candomblé, religião ancestral trazida pelos escravos africanos, tem uma grande lição de convívio e preservação da natureza a oferecer. A Bonfim e a toda cidade de Salvador.
Wann und wo: Die Premiere findet am 27. Mail 2009 um 18.00 im Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien statt.
Rita Rodrigues ist ausgebildete Tänzerin. 1990 begann sie in verschiedenen Regionen Brasiliens die Ursprünge der afrikanischen und indigenen Kulturen zu erforschen. An der Tanzschule der staatlichen Universität von Bahia spezialisierte sie sich auf Choreografie und machte den Master in szenischen Künsten an der Theater- und Tanzschule der gleichen Universität.
Sie entwickelte verschiedene choreografische Arbeiten, welche in mehreren Staaten Brasiliens aufgeführt wurden und gewann mit ihren künstlerischen Darstellungen wichtige Prämien. Sie verwirklichte und koordinierte das Forschungszentrum für Folklore „Emília Biancardi“ und organisierte dabei wichtige Treffen zum Thema brasilianische Kultur.
1999 komponierte Rita Rodrigues das Werk „Brasilien Nordosten“, welches am Theater Simphony Space am Broadway in New York aufgeführt wurde.
Weiter präsentierte sie in der Tanzwoche von Guimarães, Portugal und in Mexiko City die Choreografie „Berimbaus“ und während des „Brasilien-Jahres“ in Frankreich repräsentierte sie Bahia mit dem Stück „Nangola-Bahia“ mit 32 Aufführungen in ganz Frankreich.
2008 entwarf sie die Zeremonie von „Vivas“ für Iansã und Bárbara mit der Aufführung des Stückes „Kossi D’ Oya“, das am Complexo de Sauípe, Bahia realisiert wurde, sowie das Stück “Lamento Vazio”, welches von der Abholzung des Amazonas handelt und am 10. Dezember 2008 am Theater Plataforma aufgeführt wurde.
Das Interesse ihrer Forschung konzentriert sich auf das Studium von Körper und Kultur im Tanz.
Rita Rodrigues é graduada em Dança. Em 1990 iniciou uma pesquisa no âmbito das matrizes culturais africanas e indígenas em diferentes regiões do país. Especializou-se em coreografia pela Escola de Dança da UFBA. É Mestra em Artes Cênicas pela Escola de Teatro e Dança da UFBA. Desenvolveu diversos trabalhos coreográficos que circularam por alguns estados do país. Realizou diferentes montagens artísticas alcançando premiações honrosas, através da Escola de Dança da Fundação Cultural do Estado da Bahia, onde idealizou e coordenou o Núcleo de Pesquisa Folclórica Emília Biancardi. Ali idealizou distintos encontros ligados a temáticas da cultura brasileira. Em 1999 compôs a obra Brasil Nordeste encenada no Teatro Simphony Space, na Brodway – NY. USA. Apresentou a coreografia Berimbaus na I Semana da Dança de Guimarães – Portugal e na cidade do México. No ano do Brasil na França representou a Bahia com o espetáculo Nangola-Bahia, com 32 apresentações realizadas em Tournê pelas cidades de: 1. Saint Mallo, 2. Chateur Gombert – Marcelle, 3. Saint Florence Sur Cher, 4. Nantua, 5. Castres, 6. Myos, 7. Murat, 8. Montguyon, 9. Rollet, 10. Amelie Les Bans, Sarran, 11. Paris. Em 2008 concebeu o Cerimonial dos “Vivas” á Iansã e á Bárbara, com a apresentação do Espetáculo Kossi D’ Oya realizado no Complexo de Sauípe- BA; Concebeu o espetáculo “Lamento Vazio” que aborda o desmatamento florestal na Amazônia, encenado no dia 10.12.08, no Teatro Plataforma – Ba. O interesse da sua pesquisa concentra-se no estudo do “Corpo e Cultura em Dança”.
Norma Suely Maria de Santana Santos begann ihre Ausbildung 1995 an der Tanzschule FUNCEB in Salvador, Bahia, wo sie einen dreijährigen technischen Kurs für Choreografie und einen einjährigen Kurs zur professionellen Tänzerin absolvierte. Darauf folgten Weiterbildungen zur Tanzlehrerin und Schauspielerin an der staatlichen Universität von Bahia, Salvador.
Inhalte ihrer Ausbildungen: Volkstanz, Modern Dance, Afro Dance, Zeitgenössischer Tanz, Kontaktimprovisation, Choreografie, Kinesiologie, Methodik und Didaktik für Unterricht, Unterrichtspsychologie, choreografische Komposition, Beleuchtung, Szenografie und Theater, Interpretation, Stimmbildung, Clownerie, Stelzenlaufen.
Norma nahm an verschiedenen renommierten Tanzkompanien in und außerhalb Salvador teil, unter anderem: Cia Vila dança (zeitgenössischer Tanz), Orquestra Afro baiana (zeitgenössischer Tanz), Maracás (Volkstanz), interart (Volkstanz), Atelier de coreógrafos a máquina de desgastar gente, Cia João Perene Núcleo de Investigação Coreográfica (zeitgenössischer Tanz), Dance Brazil (Capoeira und zeitgenössischer Tanz), Move Berlin 2007 (internationales Festival für zeitgenössischen Tanz), Bienal Sesc – SP 2007 (nationales Festival für zeitgenössischen Tanz), Ballet do Teatro Castro Alves.
Norma Suely Maria de Santana Santos iniciou seus estudos em 95, na FUNCEB, Escola de Dança da Fundação do Estado da Bahia, no curso técnico de recreação coreográfica com duração de 03 anos e mais 01 ano no curso de bailarina profissional. Formada pela Universidade Federal do Estado da Bahia (UFBA – Dança) em Licenciatura, e pela Universidade Federal do Estado da Bahia (UFBA – Curso livre Teatro) como atriz.
Teve como formação técnica a dança popular, dança moderna, dança afro, dança contemporânea, contato improvisação, coreografia, sinesiologia, didática e metodologia do ensino, psicologia do ensino, composição coreográfica, iluminação, cenografia e teatro, interpretação, técnica vocal, perna de pau, claw.
Como interprete participou de várias Cias de dança renomadas em Salvador e fora como: Cia Vila dança (dança contemporânea), Orquestra Afro baiana (dança popular), Maracás (dança popular), interart (dança popular) Atelier de coreógrafos brasileiros de dança contemporânea ano 1 “pele” (SP), Ano 2 “De touros e homens” (DF), ano 3 “vermelho” (PE), ano 4 “banana da terra” (BA), Ano 5 “a máquina de desgastar gente” (SP), Cia João Perene Núcleo de Investigação Coreográfica (dança contemporânea), Dance Brazil (capoeira e contemporânea), Move Berlin (festival internacional de dança contemporânea – 2007), Bienal Sesc – SP 2007 ( festival nacional de dança contemporânea), Ballet do Teatro Castro Alves – 2008 (BTCA).
Marcos Santana ist am 27. Juli 1977 geboren. Unter dem Einfluss seiner Familie entwickelte er seine Vorliebe für Kunst, insbesondere Musik und Schwarze Kultur. Seine Mutter Eudete Santana organisiert die Kulturgruppe “Afro Ataoj” in Bahia zu Ehren des historischen Königs von Nigeria. Seine ältere Schwester ist professionelle Tänzerin und Schauspielerin und sein Bruder ist wie er Perkussionist.
Bereits mit acht Jahren begann Marcos in den Strassen von Salvador Perkussion zu lernen. Er machte schnell Fortschritte und trat mit nur 12 Jahren in der professionellen Show “Samba Livre” auf.
Seine Liebe für die traditionelle Samba-Musik von Salvador hielt an und bis vor kurzem reiste er durch ganz Brasilien, um mit verschiedenen international angesehenen Gruppen aufzutreten: Olodum, Ilê und Timbalada. Bei letzterer lernte er seinen Mentor und Lehrer Carlinhos Brown kennen. Mit seinen revolutionären Rhythmen und Stilen entzündete Carlinhos Marcos’ Leidenschaft für den Timbal und er bildete ihn während vier Jahren in der Kunst des Timbal aus, welcher bald das Instrument seiner Wahl wurde.
Mit einer technischen EDV-Grundausbildung und einem zweijährigen Lehrgang in Administration und Systemanalyse an der Universität Visconde von Cairu entschied sich Marcos endgültig, den Weg des Künstlers zu gehen.
Daraufhin investierte er seine Energie hauptsächlich darin, seine eigene Gruppe zu kreieren und mit ihr eine künstlerische Arbeit zu entwickeln. Mit dieser musikalischen Performance mit Samba-Reggae – Rhythmen traten sie regelmäßig auf Morro de São Paulo, einer tropischen Insel in Bahia, auf.
Im Juni 2006 machte Marcos Ferien in London und traf dort die von Sam Alexander geleitete Gruppe Afro Ere, die ihn einlud, mitzuspielen. Daraufhin wurde er angefragt, die musikalische Leitung der Gruppe zu übernehmen. Mit dieser Band nahm er eine CD auf (ëTribo Ereí), und nachdem er das Projekt mit Tribo Ere abgeschlossen hatte, entschied er sich, ein neues Projekt anzufangen, welches zurzeit in der Entwicklungsphase ist.
Heute lebt Marcos in London und verbreitet dort Timbal-Rhythmen, afro-brasilianische Kultur und MPB (Musica Popular Brasileira).
Marcos Santana was born in July 27 of 1977.
He developed his taste for the arts and Black Culture, influenced by his family through arts, mainly music. His mother, Mrs. Eudete Santana organizes the cultural Group, Afro Ataoj in Bahia, in honour of the ancient King of Nigeria. His older sister is a professional dancer and actress and his brother is also a percussionist.
Marcos started learning percussion from the streets of Salvador from the age of 8 years old and progressed quickly, performing in his first professional show, Samba Livre when he was just 12. His love for samba-style traditional music of Bahia continued and throughout his teens and twenties, he performed and toured Brazil with different groups of international acclaim – Olodum, Ilê and Timbalada, which is where he met his mentor and teacher Carlinhos Brown. Carlinhos ignited his passion for the timbal and with his revolutionary rhythms and style, trained Marcos for four years in the art of timbal and subsequently, this has become Marcosí instrument of choice.
With a middle level technical foundation in computers and afterwards a two years course in Adminstration and Analysis of Systems at the University Visconde of Cairu, Marcos decided definately to follow his path as an artist.
Most recently, he invested his energy creating his own group ñ Tribo Tinhare, developing an artistic workwith musical performances in samba-reggae rhythms with weekly shows in Morro de Sao Paulo, a tropical island on the Dende Coast, known as an important international tourist hotspot in Bahia. In June 2006, he travelled to London for holidays and met the Group Afro Ere; directed by Sam Alexander, and was invited to play with the group. Afterwards he was invited to work as Musical Director of the group. He recorded a CD ëTribo Ereí with the band.
After completing the project with Tribo Ere, Marcos has decided to start his new work which is currently in its development phase in the UK.
Now Marcos is living in London and diffusing rhythms on timbal, Afro Culture and Musica Popular Brasileira.